jf im Interview zu Silversterknallerei

Abbildung vergroessernSchon interessant, dass die Bevölkerung eines Landes trotz Wirtschaftskrise, hoher Arbeitslosigkeit und knappen HarzIV Bezügen noch über 110.000.000 Euro in Silvesterböller und -raketen stecken kann, oder? Ebenso wenig nachvollziehbar ist, dass trotz steigender Anzahl der Unfälle beim „Böllern“ auch noch der erlaubte Anteil an Schwarzpulver um mehr als das Doppelte erhöht wurde. Aber gut, wenn der Mensch schon nicht an sein eigenes Wohl denkt, könnte er ja wenigstens mal an das der Tiere denken, die jedes Jahr zu Silvester in Panik verfallen und dank immer längerer Dauer des „Events“ auch immer länger brauchen, um wieder zu sich zu kommen. Mehr dazu finden Sie in dem Artikel der Westfälischen Nachrichten, Münster – in der Ausgabe vom Dienstag, dem 03. Januar 2012 (siehe Pop-Up oben rechts).

Nicht falsch verstehen – auch ich habe in der Vergangenheit ein paar Raketen zu Silvester abgefeuert und genieße auch heute noch den Anblick eines schönen Feuerwerks. Aber mir wurde noch beigebracht, dass es zu Gunsten der Tiere im Wald und der Haustiere in der Umgebung auf den Zeitpunkt „0:00 Uhr“ in der Silvesternacht beschränkt sein sollte. Und so haben wir es in den letzten Jahren auch in unserer Nachbarschaft erfahren. Nach eigener Erfahrung mit unserem (schussfesten!) Labrador kann ich sagen, dass die Hunde mit dieser eher kurzen Knallerei relativ gut zurecht kommen. Wenn der Spuk am nächsten Tag vorbei ist, kommt der Hund schnell wieder in seine Routine und vergisst das aus seiner Sicht kriegsartige Geschehen.

Seit diesem Silvester ist es anders. Die „Böllerei“ begann schon am 30. Dezember und hörte auch erst am Montag, den 02. Januar allmählich wieder auf. So kommen die Hunde oder auch andere (Haus-)Tiere erst einmal nicht mehr aus dem Panik-Zustand heraus. Wenn endlich alles vorbei ist, brauchen sie noch Tage, bis sie das Geschehene wieder verdrängt haben und angstfrei vor die Tür gehen. Was soll der Quatsch? Zuviel Geld? Zu wenig Zeit in der Silvesternacht um seine „Munition“ zu verschießen? Das macht doch gerade in Zeiten einer Wirtschaftskrise keinen wirklichen Sinn, oder?!

Geht man am Neujahrstag in ein Tierheim und sieht sich die vollgekoteten Zellen an, bekommt man eine ungefähre Ahnung wie groß die Panik sein muss, die die Tiere dazu treibt so etwas zu tun. Wohl bemerkt: Hunde sind keine Nestbeschmutzer! Würde das jemand mit uns machen, käme er wegen schwerer Folter wohl lange Zeit hinter Gitter.

Also bitte, liebe Leute, nehmt ein wenig Rücksicht und genießt das Feuerwerk wenn es sein muss um Mitternacht, in der Nacht zum Neujahrstag – und nur dann! 

Danke!

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